Kampf ums Budget 2018 – isch «wi bisher» irreführend?

Am 26. November 2017 entscheided s Wettiger Stimmvolk über de Voraaschlag 2018. Ufgrund vom Stüürfuessabtuusch mit em Kanton wär en gliichbliibende Stüürfuess 3% tüüfer, wi de bisherig. Für 2018 bliibd er aber bi 95 %, stiigd also faktisch um 3 %. Da dra, wie me das im Abstimmigsbüechli müesst korrekt darstelle, «scheiden sich die Geister»?
Eigentlich isch es ganz eifach. Bi de Abstimmig über de Finanzusgliich im Februar 2017, bi dem d Ufgabe und d Usgabe vom Kanton und de Gmeinde noi gregeled worde sind, het es gheisse, es gäb en Stüürfuessabtuusch vo 3 %, also der vo de Gmeinde würdi um 3 % sinke, während d Stüüre bim Kanton um 3 % uffe göhnd. Natürli bedütet das uf de andere Site nöd, dass d Gemeind Stüüre nöd dörf uffe setze, aber es müessi transparent informiirt werde, heds gheisse.
Z Wettige hed de Iiwohnerrat uf Aatrag vom Gmeindrat en gliichblibende Stüürsatz vo 95% bschlosse, was faktisch e 3%igi Stüürfuesserhöchig bedüted. Im Abstimmigsbüechli zum Voraaschlag 2018 heissts aber uf Site 2: «Wir beantragen Ihnen … den Gemeindesteuerfuss wie bisher auf 95 % festzulegen». Erscht uf Site 7 erfolgd de Hiiwiis, dass das ere Stüürfuesserhöchig vo 3 % entspricht.

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Screenshot vo de FB-Site vom Daniel Notter

De SVP-Iiwohnerrat Dani Notter het das uf Facebook kritisiird. «Warum verschweigt der Gemeinderat Wettingen die damit verbundene Steuerfusserhöhung von 3%? Transparenz sieht anders aus!» Dafür hets e ganzi Reihe «Likes» geh, au vo de Iiwohnerrät Orun Palit (glp) und Lutz Fischer-Lamprecht (EVP). Letschterer het aagmerkt, dass er zwar fürs Budget 2018 sig, er das aber nöd korrekt fändi.
Mir hend deshalb de Urs Blickentorfer und d Partei- und Fraktionspräsidente aagfröged, was si vo de Formuliirig im Abstimmigsbüechli halted. De Orun Palit und Marie Louise Reinert betoned beidi, dass uf de Site 7 de Hiwiis uf die Stüürfuesserhöchig z finde sig, aber meh Transparenz wünschenswert gsi wär. De Lutz Fischer-Lamprecht finded vor allem s «wi bisher» im Aatrag uf Site 2 irreführend.
Vo de Gmeind ligd bisher kei Rückmeldig vor.
Wi goht es euch, liebi Läserinnen und Läser mit de Formuliirig «wi bisher»? Halted ihr si für korrekt oder irreführend?

Update: In de Zwischenziit git es e Mediemitteilig vom Gmeindrat. Er schriibt: In der Einwohnerratsvorlage hat es genau wie folgt geheissen: “Wir beantragen Ihnen, den Beschluss des Einwohnerrats an der Urne zu bestätigen, das Budget 2018 der Einwohnergemeinde zu genehmigen und den Gemeindesteuerfuss wie bisher auf 95 % festzulegen, was in Anbetracht des erforderlichen Steuerfussabtausches für die neutrale Umsetzung der Aufgabenverschiebung eine Steuerfusserhöhung von 3 Prozenten bedeutet.”

Bi de Übertragig ins Abstimmigsbüechli sig de entscheidend Hiwiis uf d Erhöchig vom Stüürfuess us versehe weggfalle. Wil aber uf de Site 7 im Abstimmugsbüechli en klarer Hiwiis druf sig und de Stimmbürger ohnehin empfohle wird, uf de Homepage vo de Gmeind bim Iiwohnerrat nachezläse, sig das keis Problem, so de Tenor vo de Mediemitteilig.

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