Interview mit em Jürgen Maier (glp), Kandidat für d Schuelpfläg

Was isch Ihri/dini Motivation, für d Schuelpfläg z kandidiire?
Jürgen Maier: Ein Beitrag für die zukünftige Generationen der Gemeinde zu leisten, sowie persönliche, nützliche Erfahrungen beruflicher und privater Natur einzubringen.

Welli bruefliche Qualifikatione und persönlichi Qualitäte bringed Si/bringsch du für s Amt vomene Schuelpfläger/ere Schuelpflägerin mit?
Jürgen Maier: Schulpflege basiert m.E. auf 3 Säulen: Strategische Ausrichtung, Sicherung der Qualität und Kommunikation zwischen einzelnen Gruppen.
Aktuell arbeite ich beruflich im Bereich der Kommunikation und politische Beziehungen, d.h. bin täglich mit strategischen Fragestellungen konfrontiert, sowie mit den Bedürfnissen von einzelnen Personen oder auch Interessengruppen. Daneben war ich auch im Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen, inkl. Zertifizierungen verantwortlich.
Als Vater von 2 schulpflichtigen Kindern erfährt man auch die positiven und eher weniger guten Aspekte der heutigen Schulen. In meiner Freizeit engagiere ich mich seit Jahren als Lehrer, sei es derzeit für die zukünftigen Kaderleute im öffentlichen Verkehr oder auch als Tennis- und Skilehrer (war früher in Wettingen für den Schulsport / Tennis verantwortlich).

Wo gsehnd Si/gsehsch du d Qualitäte vo de Schuel Wettige, so wi si hüt ufgschtellt isch?
Jürgen Maier: Generell bemerkt man seitens der Lehrerschaft eine grosse Motivation gegenüber den Schülerinnen und Schüler. Zudem versucht man auch ein gewisse Flexibilität – wie z.B. Förderung von Schülerinnen und Schüler oder auch Planung von Familienurlauben – walten zu lassen. Die Fähigkeit mit sehr heterogenen Klassen umgehen zu können, auch wenn dies manchmal zur Belastungsgrenzen führen kann.
Die Erfahrungen mit der Umstellung des Schulsystems von 5/4 auf 6/3 bleiben abzuwarten.

In welli Richtig sell sich d Schuel Wettige in de nächschte Johr entwickle?
Jürgen Maier: Es gibt zukünftig zahlreiche Herausforderungen. Anbei ein paar Beispiele, mit der sich die Schulpflege oder auch die Schulen auseinandersetzen sollten:
– Was muss ein Schüler nach der Real, Sek oder Bez. an Fähigkeiten mitbringen, um in der digitalen oder neuen Berufswelten zurechtzukommen bzw. bestehen zu können?
– Welche sind die Aufgaben von Lehrer und Eltern? Klare Rollenklärungen. Manchmal werden gewisse Erziehungsarbeiten fast zu sehr in die Schulzimmer verschoben.
– Bereitstellung von bestmöglichen, unterschiedlichen Rahmenbedingungen (immer in einem wirtschaftlich gesunden Verhältnis gesehen)? Sei es moderne, professionelle und flexible Tagesstrukturen; gesundes und gutes Essen am Mittagstisch oder Bereitstellung des notwendigen Schulraumes mit Hinblick auf 2030/2040.
– Wo binde ich die Bedarfsgruppen wie Eltern, Lehrer etc. aktiv in die Information / Kommunikation mit ein? Wo bedarf es mehr Information?

Nach den Antworten dieser Fragestellungen kann ich ein Zielbild und entsprechende Entwicklungsmassnahmen definieren.

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